Aus der Wildkräuterküche : die Brennessel


Brennessel-Arten wachsen als einjährige oder
ausdauernde Pflanzen. Sie erreichen, je nach Art,
Standort und Nährstoffsituation, Wuchshöhen von
10 bis 300 Zentimetern. Die grünen Pflanzenteile
sind mit Brennhaaren besetzt.

Diese Brennhaare befinden sich sowohl auf den Stängeln,
als auch, bei der großen Brennessel ( Urtica dioica ) 
an der Oberseite der Blätter.

Die kleine Brennessel ( Urtica urens ) wartet dagegen
beidseitig mit Brennhaaren auf und macht es dem Wildkräutersammler
so um einiges schwerer, ihr an den Kragen zu gehen.

Urtica urens findet sich glücklicher Weise wesentlich
seltener als Ihre große Schwester.

Die Blätter nimmt man, sofern man keine Handschuhe trägt,
deswegen von unten
und zieht sie dann ab. Durch Verreiben
der auf diese Weise gepflückten Blätter, werden nun auch
die Brennhaare auf der Oberseite zerstört.

Vergleicht man 100 g Kopfsalat mit 100 g Brennesseln, kommt
man zu erstaunlichen Werten : hat der Kopfsalat 13 mg
Vitamin C, 15 mg Magnesium und 214 mg Kalium, hält
die Brennessel mit 333 mg Vitamin C, 41 mg Magnesium
und 440 mg Kalium einiges dagegen.

In der Küche finden die jungen Triebe für Salat, Suppen,
als Spinatersatz, Füllungen oder Tees Anwendung.
Auch in Butter ausgebraten, erhält man eine köstliche
und gesunde Abwechslung für die gesunde Küche.

Urtica dioica wirkt blutreinigend und entschlackend.